Erstaunlicherweise sind
Geschäftsreisende, die Entwicklungsländer
besuchen, häufig schlecht über
Gesundheitsrisiken informiert. Geschäftsreisen
werden oft kurzfristig vereinbart, medizinische
Information und Vorsorge gehen in der Hektik
der Reisevorbereitung vergessen. Die Erkrankungsrate
während und nach dem Aufenthalt im
Ausland ist bei dieser Reisegruppe vergleichsweise
hoch. Dabei wären unangenehme und
unter Umständen schwerwiegende Gesundheitsprobleme,
die zu Hause nachwirken können, durch
das Beachten einfacher Verhaltensregeln
und Massnahmen meistens zu vermeiden.
Das
Wichtigste in Kürze
Häufigste
Krankheitsrisiken für Geschäftsreisende
•
Durchfallerkrankungen
•
Reiseapotheke
für Notfälle zusammenstellen
•
Hepatitis
A und Malaria
Vor
der Reise
•
frühzeitig
Impfzustand aktualisieren für
Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis
A, eventuell Gelbfieber
•
Reiseapotheke
für Notfälle zusammenstellen
Während
der Reise
•
Mückenstiche
wirksam vermeiden
•
«Boil
it, cook it, peel it or forget it»-Regel
beachten
•
keine
ungeschützten flüchtigen
sexuellen Kontakte
Nach
der Reise
•
bei
Fieber oder anderer Krankheit (zum
Beispiel Durchfall) Arzt aufsuchen
und diesem den Aufenthalt in einem
Entwicklungsland meiden
In
folgenden Notfallsituationen können
Sie bei der REGA um Rat ersuchen:
•
Wenn
Sie bei einem Auslandsaufenthalt in
ein Spital eingeliefert werden müssen.
•
Wenn
Sie dringend Medikamente benötigen
und deren Namen im Aufenthaltsland
nicht kennen.
•
Wenn
Sie hospitalisiert sind und zurück
in Ihr Heimatland transportiert werden
müssen.
Auskunftsnummer REGA:
+41 1 383 11 11
Was ist vor der Reise zu beachten?
Impfungen
•
Aktualisieren
Sie frühzeitig Ihren Impfzustand,
wenn Sie Länder in Afrika (ausser
den städtischen Zentren Südafrikas),
Asien (ausser Japan, Singapur), Lateinamerika
(ausser Grossstädten) oder abgelegene
Gebiete Osteuropas besuchen. Impfungen
gegen Starrkrampf (Tetanus), Diphtherie
und Kinderlähmung (Poliomyelitis,
ausser für Amerika) sollten nicht
mehr als 10 Jahre zurückliegen.
•
Für
jeden Aufenthalt in diesen Hochrisikogebieten
empfiehlt sich zudem ein Impfschutz
gegen Hepatitis A (infektiöse
Gelbsucht), die durch Trinkwasser übertragen
werden kann.
•
Gelbfieberimpfung
ist für Destinationen im tropischen
Afrika und im nördlichen Südamerika
dringend empfohlen, eventuell sogar
obligatorisch.
•
Typhusimpfung
sollte für Reisen im indischen
Subkontinent, in Nord- und Westafrika
sowie Peru vorgenommen werden.
Malariaprophylaxe
•
Malaria
ist ein ernsthaftes Risiko in vielen
tropischen Gebieten (vgl. Karte), beson
ders in Afrika und Indien. Bei Reisen
in betroffene Gebiete isteine frühzeitige ärztliche
Beratung unerlässlich, in der
entschieden wird, ob Sie sich durch
die dauernde vor beugende Einnahme
von Medikamenten schützen müssen
oder ein Präparat für den
Notfall mitnehmen.
•
Beachten
Sie, dass Malariaerreger im Verlauf
der letzten Jahre fast überall
resistent geworden sind auf Medikamente,
die Sie vielleicht auf früheren
Reisen eingenommen haben. Es gibt heute
wirksamere Präparate.
Reiseapotheke
•
Stellen
Sie eine geeignete Reiseapotheke zusammen,
die Sie gegen Notfälle wie Schmerzen,
Reisekrankheit, eventuell Schlafstörungen
wappnet und gegebenenfalls ein (rezeptpflichtiges!)
Antibiotikum enthält.
•
Schützen
Sie sich bei allfälligen Sexualkontakten
vor HlV-lnfektion, Geschlechtskrankheiten
und Schwangerschaft durch die Verwendung
von Qualitätskondomen. Vor Ort
sind oftmals keine oder nur solche
von zweifelhafter Qualität greifbar.
Nehmen Sie daher – bei möglichem
Bedarf – genügend aus der
Schweiz mit.
Was tun
bei medizinischen Notfällen? Glücklicherweise sind
die meisten auf Reisen auftretenden
Beschwerden ungefährlicher
Natur, die Sie mit einfachen Massnahmen
und den mitgenommenen Reservemedikamenten
beheben können.
Jedermann kann bei
medizinischen Notfällen
im Ausland über die Alarmnummer der
Schweizerischen Rettungsflugwacht (REGA)
rund um die Uhr (Schweiz +41 1 383 11
11) Hilfe anfordern. Über die medizinische
Notwendigkeit, den optimalen Zeitpunkt
und die Art des Transportmittels entscheidet
der REGA-Arzt aufgrund der verfügbaren
Angaben. Die REGA hilft in Notfällen,
auch wenn ihr niemand die Kosten ersetzt.
An ihre Gönner stellt die REGA weltweit
für medizinisch notwendige Einsätze
im Rahmen der Gönnervergünstigung
keine finanziellen Forderungen.
Quelle: SmithKline Beecham
und Schweizerische Gruppe für Reisemedizin.