Nur
keine Angst Es ist keine Seltenheit,
dass Frauen mit grossem Unbehagen an
die Wechseljahre denken und dieses Thema,
so lang es eben geht verdrängen.
Woran liegt das? Sicher auch an der Erwartung,
dass sich dann plötzlich
alles ändern wird und Frau sich auf
ein neues Leben einstellen muss. Der oft
zitierte «Wechsel» oder herbeigeredete
«Beginn der zweiten Lebenshälfte»
gibt solchen Gedanken Nahrung. «Wechseljahre
sind Beschwerdejahre» - auch dieses
Vorurteil hat seine Geschichte. Nicht jede
Beschwerde ist – wie gern unterstellt –
eine Folge der Wechseljahre.
Die Wechseljahre
sind ein bedeutsamer Vorgang im Leben einer
Frau. Keinesfalls aber sind sie schuld
an allem, was Probleme bereitet und sind
schon gar kein Grund zur Angst.
Nur Mut!
Geburt, Pubertät ... Wechseljahre.
So verschieden diese Vorgänge auch
sind, eines verbindet sie: Frau kann sie
sich nicht aussuchen. Wohl aber ist es
möglich, Einfluss auf den Ablauf der
Wechseljahre zu nehmen. Die erste, wie
auch die letzte Regelblutung wird als verunsichernde
Veränderung wahrgenommen. Angst und
Sorge sind aber schlechte Berater. Sie
schliessen die Augen für nahe liegende
Lösungen. Gefragt sind Aufgeschlossenheit
und der Mut sich der Veränderung zu
stellen.
Hormonelle Veränderungen sind spürbar Relativ
kurze Zeit braucht der weibliche Körper, um in
der Pubertät «geschlechtsreif» zu
werden. Bis zu zwölf Jahre hingegen
benötigt er, um mit den Wechseljahren
das Gegenteil zu erreichen.
In diesem langen
Zeitraum laufen sehr komplizierte Vorgänge ab,
die sich stark vereinfacht so erklären lassen:
Die Tätigkeit der Eierstöcke
und die Produktion der weiblichen Hormone
werden Schritt für Schritt eingestellt.
Hierbei kann – muss aber nicht – das sensible
Zusammenspiel der Hormone vorübergehend
aus dem Gleichgewicht geraten. Da dieses
hormonelle Steuerungssystem gleichzeitig
auch Temperatur und Hautdurchblutung reguliert,
kommt es zu den bekannten Hitzewallungen
und Schweissausbrüchen.
Was der Körper spürt
Hitzewallungen,
oft nur wenige Minuten lang, sind ein
Merkmal der Wechseljahr Sie haben die
gleiche Ursache wie die weniger häufigen,
aber ungleich lästigeren
Schweissausbrüche: einen gestörten
Hormonhaushalt. Nervosität und Schlafstörungen
wirken sich ebenfalls belastend aus. Auch
Blasenschwäche und eine – die Liebe
auf unangenehme Weise behindernde – «trockene
Scheide» können hormonbedingte
Beschwerden der Wechseljahre sein.
Zunächst kaum spürbar – aber
folgenreich – ist der sinkende Gehalt an
Kalzium im Blut. Besorgt sich der Körper
dieses lebenswichtige Mineral über
längere Zeit aus den Knochen, kann
dies zu Knochenschwund (Osteoporose) führen.
Hier heisst die Devise: Gezielt vorbeugen.
Was
die Seele spürt Häufige Begleiterscheinungen der
Wechseljahre sind Stimmungswechsel, Reizbarkeit,
Lustlosigkeit und Grübeln über
den Sinn des Daseins. Wie aus heiterem
Himmel fühlt frau sich nutzlos und
nicht mehr begehrenswert. Auch diese Trübung
der Seele können eine Folge der hormonellen
Umstellung sein.
Ein einfühlsamer Partner, Anerkennung
der Familie und im Kolleginnenkreis, positives
Umfeld allgemein stellen eine wertvolle
Hilfe bei der Vermeidung bzw. Überwindung
solcher depressiver Phasen dar.
Einfach alles ertragen?
Aber nein. Frau
kann eine Menge dafür
tun, die Wechseijahre unbeschwert und ohne
Probleme zu erleben: Zur Vorbeugung gibt
es eine wirkungsvolle Methode:
Gesunde Ernährung,
viel ausgleichende Bewegung und ... Spass
am Leben.
Bedenken Sie: der
regelmässige Besuch
beim Frauenarzt gehört mit den Wechseljahren
nicht der Vergangenheit an.
Hilfe ganz natürlich Wie bei vielen Problemen,
bietet die Natur auch bei Beschwerden
der Wechseljahre Hilfe an: In Form der
Nordamerikanischen Schlangenwurzel (Traubensilberkerze/Cimicifuga
racemosa), die in den Wäldern Nordamerikas
und Kanadas beheimatet ist.
Stoffe aus dem
Wurzelstock dieser bis zu zwei Meter hoch
wachsenden Heilpflanze haben eine hormonähnliche
Wirkung, ohne selbst ein Hormon zu sein.
Beschwerden also, die durch Hormonmangel
verursacht werden, kann diese Alternative
aus der Natur oftmals mit gutem Erfolg
behandeln.
So ist es also möglich, Beschwerden
wie Hitzewallungen, Schweissausbrüche,
Reizbarkeit und Nervosität ganz natürlich
zu behandeln. Die spürbare Linderung
der Beschwerden führt bei vielen Frauen
gleichfalls zu einer Verbesserung und Festigung
der Stimmungslage
Und sonst?
Wer aktiv ist und
handelt, kann zu den Frauen gehören,
die selbstbewusst sagen:
«Wechseljahre? Na und!»
Der verkehrte Weg
ist die Flucht in die Passivität. Von Nichts kommt Nichts.
Es sei denn, Frau verlässt sich auf
ihr Glück. Aber ist Gesundheit Glückssache?
Eine
ausgewogene Ernährung mit viel
kaIziumreicher Kost (Milch, Quark, Käse,
Joghurt, etc.) und eine der körperlichen
Verfassung angepasste Bewegung (Spaziergänge,
Gymnastik) beugen nicht nur den Beschwerden
der Wechseljahre (besonders der Osteoporose)
vor, sondern fördern auch sonst die
Gesundheit.
Teilen Sie Ihre
Kräfte sinnvoll ein
und überlasten Sie Ihren Körper
nicht!
Ein gut gepflegter
Körper und eine
ausgeglichene Seele, halten mehr aus.
Geniessen Sie Wohlbefinden
und Lebensfreude – natürlich
auch während
den Wechseljahren!